Warum ich Klimaskeptikerin bin
March 22nd, 2009
Klimagott?
Bild©MatthewBowden-Fotolia.com
Ich glaube, zuerst habe ich davon auf der „Achse des Guten“ gelesen: ein Artikel darüber, dass der CO2-bedingte Klimawandel gar nicht wirklich stattfinde und dass das Hysterie und Panikmache sei. Ich hielt diese Meinung für eine Spinnerei!
Dann habe ich angefangen, amerikanisches, konservatives Talk-Radio zu hören. Dort kamen immer wieder Wissenschaftler zur Sprache, die ebenso meinten, der Klimawandel finde gar nicht statt, oder er sei zumindest nicht durch den CO2 Ausstoß verursacht. Diese Stimmen kommen bei unseren linkslastigen Medien nicht zur Sprache, denn bei uns gibt es kein rechtes oder konservatives Gegengewicht dazu, wie in Amerika das Talk-Radio.
Wem sollte ich nun glauben? Ich bin selbst keine Klimaexpertin und habe keine Zeit, mich in diese Thematik gründlich einzuarbeiten, so dass ich mir kein sachlich fundiertes Urteil erlauben kann.
Die Theorie des CO2 verursachten Klimawandels weist jedoch ein paar Merkmale auf der geistigen Ebene auf, die mich mittlerweile davon überzeugt haben, dass es sich um eine Massenhysterie handelt.
1. Oberstes Prinzip ist die Natur, welcher sich der Mensch anpassen muss (und nicht umgekehrt). Hier wird statt dem biblischen Gott, der uns aufgeklärt-agnostischen Menschen verloren gegangenen ist, ein neuer Gott erklärt: die Natur. Die Natur ist gut.
2. Die Welt ist in Gefahr. Sollte der Klimawandel nicht aufzuhalten sein, wird die Welt, wie wir sie kennen, untergehen. Früher war die Welt vor allem moralisch in Gefahr: sollten sich die Menschen nicht bis zum Wiederkommen des Messias und dem anschließenden jüngsten Gericht geläutert haben, würden die Menschen furchtbar von Gott verworfen werden. Die jetzt moderne Version mit der Vorstellung einer Klimakatastrophe mutet dagegen deutlich primitiver an, ist aber mit ähnlichem Muster gestrickt.
3. Durch das richtige Handeln kann der Mensch diese Gefahr abwenden und die Welt retten. Durch falsches Handeln bringt der Mensch sich und seine Umwelt in Gefahr. Er macht sich schuldig. Theologisch: der Mensch ist ein Wesen, das sich frei zwischen gut und böse entscheiden kann.
4. Die guten Menschen sind daher diejenigen, die sich klimaschutzgerecht verhalten, die bösen Menschen sind diejenigen, die sich nicht klimaschutzgerecht verhalten, sondern sich durch andere Interessen leiten lassen. Hieß früher: verhalte Dich gut, gib dem Bösen nicht nach, breche die Ehe nicht, leben in Maßen, ehre Vater und Mutter, dann landest Du nicht in der Hölle. Tust Du es doch, wird Deine Seele von Gott verworfen.
5. Der Verstoß gegen den Klimaschutz kann aber auch wieder gut gemacht werden durch den Kauf von CO2-Zertifikaten (Emissionsrechtehandel). Im Mittelalter gab es nach dem gleichen Prinzip den Ablasshandel.
6. Um das Klima zu schützen, sind vom Menschen Opfer zu bringen, z.B. die Heiztechnik seines Hauses umzurüsten, das Auto nicht so häufig zu benutzen, kleinere Autos zu fahren, Energiesparlampen statt der herkömmlichen Glühbirne zu verwenden. Hieß früher theologisch: der Mensch muss sich zügeln und ein keusches Leben nach den Grundsätzen der zehn Gebote und weiterer, aus der Bibel abzuleitenden Verhaltensregeln leben.
Dann noch 2 politische Merkmale:
7. Der Klimaschutz eignet sich ideal dazu, politisch mit Regeln massiv in die freie Wirtschaft einzugreifen. Das ist der Traum eines jeden Linken. Endlich bekommen Linke einen handfesten Grund, über die Wirtschaft zumindest teilweise zu verfügen.
8. Der Klimaschutz eignet sich ebenso ideal dazu, politisch in das private Leben der Bürger einzugreifen. Ich kann es im Moment noch nicht so gut rational begründen, aber mir wird immer klarer, dass eine linke Denkweise einen unglaublichen Machthunger, über andere Menschen zu verfügen, voraussetzt (*** siehe hierzu unten “Nachtrag”). Diesen Machthunger halte ich in den meisten Fällen für total unterbewusst. Linke lieben es, anderen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Wieviel Geld sie über den Umweg Staat an sie und andere um der Gleichheit willen zu zahlen haben. Wie sie ihr Leben organisieren sollen. Welche Technik sie einsetzen sollen. Usw….
Dazu ziehe ich in Betracht die große moralische Verwirrung der heutigen Zeit, die sich meiner Meinung nach jüngst in der allgemeinen Suche nach dem oder den Schuldigen im Fall des Amoklaufs von Tim K. in Winnenden gezeigt hat, in dem alle und alles schuldig gesprochen wurden, nur nicht der Amokläufer selbst.
Es ist auch interessant, dass die Klimatheorie zwar einerseits stark religiöse Merkmale aufweist, andererseits aber Prinzipien der Bibel auf den Kopf stellt. In der Bibel heißt es zum Beispiel, dass der Mensch sich die Erde untertan machen soll. Nicht der Mensch ist für die Natur, sondern die Natur ist für den Menschen da. Der Mensch ist nach biblischem Verständnis die Krone der Schöpfung. (Was auch bedeutet, dass er sie pfleglich behandeln muss. Nicht dass Sie mich falsch verstehen – ich bin durchaus gegen verseuchte Flüsse usw.) Nach dem Verständnis der Klimahysteriker ist die Natur die Krone der Schöpfung und der Mensch hat sich der Natur unterzuordnen. Gleichzeitig erhebt sich der Mensch in diesem Verständnis beinahe zum Schöpfer der Natur – denn wird der CO2 Ausstoß nicht gebremst, verursacht er, der Mensch, und nicht Gott, eine Klima-Apokalypse.
Auch die linke Ideologie, die Gleichheit über Selbstverantwortung stellt, steht in fundamentalem Gegensatz zum biblischen Verständnis vom Menschen als einzigartigen, sich selbst vor Gott verantwortenden Menschen.
Wir leben in Europa in einer Gesellschaft, für die mehrheitlich Religion und Gott keine Rolle mehr spielt. Religiös gesprochen: wir haben uns mehrheitlich von Gott abgewandt. Der Klimawandel mit seinen für den Menschen (angeblich) umfassenden Konsequenzen eignet sich ideal dazu, dieses Moral- und Sinn-Vakuum zu füllen.
Daher handelt es sich beim Klimawandel nicht nur um eine Massenhysterie. Sondern es handelt sich um eine Ersatzreligion, die das natürliche, religiöse Verlangen einer mehrheitlich links orientierten, säkularisierten Gesellschaft stillt. An dem polemischen Schlagwort „Ökoreligion“ ist tatsächlich etwas dran.
Â
***Nachtrag: “Was wollten die Kommunisten wirklich? Politische Machtergreifungen, um extreme Erziehungsdiktaturen für unreife Populationen einzusetzen.” sagt Peter Sloterkijk heute in einem Interview in der FAZ. Ich meine: dieser ‘Geist’ gilt für gemäßigte Linke ebenso, die allerdings keine Diktatur anstreben. Ich gehe jede Wette ein, dass unter den sog “Klimaskeptikern” Linke unterrrepräsentiert sind, während Liberale überrepräsentiert sind, und dass insbesondere in den USA ein überproportional großer Anteil von praktizierenden Gläubigen nicht an der CO2-Verursachung des Klimawandels oder an den Klimawandel selbst ‘glauben’.






