http://sms-wholesale.info

Gespräche mit Satan

February 26th, 2008

Neale Donald Walschs Buch „Conversations with God“ (Gespräche mit Gott) ist ein Millionenbestseller, der in viele Sprachen übersetzt wurde. Über ein Jahr lang war es durchgehend auf der New York Times Bestseller List.

„Den von den Religionen propagierten Gottesvorstellungen setzt Walsch sein zeitgemäßes, psychologisch aufgeklärtes Gottesbild entgegen. Gerade im deutschsprachigen Raum hat sich Walsch damit eine riesige, engagierte Anhänger- und Leserschaft erworben“ heißt es über das Buch im Klappentext.

 

 

Im Buch sagt ‘Gott’, von dem Neale Donald Walsch behauptet, er habe ihm das Buch diktiert:

„Das Böse ist das, was ihr das Böse nennt. Aber selbst das liebe ich, denn nur durch  das, was ihr als das Böse definiert, könnt ihr das Gute erkennen; nur durch das, was ihr das Werk des Teufels nennt, könnt ihr das Werk Gottes erkennen und tun. Ich liebe das Heiße nicht mehr als das Kalte, das Hohe nicht mehr als das Niedrige, das Linke nicht mehr als das Rechte. Es ist alles relativ. Es ist alles Teil dessen, was ist.
Ich liebe das ‚Gute’ nicht mehr als das ‚Schlechte’. Hitler ging in den Himmel ein. Wenn ihr das begreift, begreift ihr Gott.“

Falsch – dann begreifen wir gar nichts mehr und man kann mit uns machen, was man will. Völkermord, Staatsterror, Kindsmisshandlungen – Gott findet laut Neale Donald Walschs pseudo-göttlichen Einflüsterungen alles liebenswert.

Es geht weiter im Text:

„(…) Alles ist im Angesicht Gottes ‚akzeptabel’,“

Wirklich? Gott findet den Völkermord in Darfur akzeptabel? Auf einen solchen Gott verzichte ich gerne.

„denn wie kann Gott nicht das akzeptieren, was ist?“

Indem er es verwerflich findet und ungeheuer wütend darüber ist.

„(…) Doch haltet an euren Überzeugungen fest und bleibt euren Werten treu, denn es sind die Werte eurer Eltern und eurer Großeltern, eurer Freunde und eurer Gesellschaft.“

Pech nur, wenn man gerade zum Beispiel in Gaza lebt, wo man täglich mit dem plattesten Antisemitismus indoktriniert wird und schon den Kindern eine Karriere als Selbstmordattentäter nahegelegt wird. Aber sowas tangiert Neale Donald Walsch nicht, denn sein Gott erklärt uns auch, warum das alles wert ist, daran festzuhalten:

„Sie [die Überzeugungen und Werte] bilden die Struktur eures Lebens, und ihr Verlust würde die Auflösung des Stoffs eurer Erfahrung bedeuten.“

Na super! Darfur als Werkstatt der Selbsterfahrung! Und nach 20 Jahren sowjetischem Gulag haben sich die Leute bestimmt irre erfahren gefühlt (vorausgesetzt, sie haben so lange überlebt).

In einer Welt wie unserer, in der das Christentum als dominierende Kraft keine tragende Rolle mehr spielt,  stehen solchen Büchern Tür und Tor offen. Ich sehe das als Gefahr! Denn solche pseudoreligiöse, werterelativierende Lektüre verblödet die Menschen und schwächt ihre Urteilskraft und ihren Mut zu urteilen! Da alles in einem göttlichen, wertelosen Einheitsbrei aufgelöst wird, in welchem die einzig existierende Sünde  darin besteht, Handlungen und Zustände als gut oder böse zu beurteilen, kann das Böse nicht mehr erkannt werden. Statt dessen wird der, der das Böse beim Namen nennt als verwerflich anmaßend angesehen.

Die eitle Zufriedenheit über die scheinbar aufgeklärte Gebildetheit, die ich in manchen von mir verlinkten Blogs (siehe Blogroll) beim Christentums-Bashing beobachte, kann ich nicht nachvollziehen! Für mich ist der Verlust von Gott als die moralische Instanz eine äußerst gefährliche Entwicklung, vor der wir uns fürchten sollten. Die Anzahl der Menschen, die durch säkulare Regimes gefoltert oder getötet wurden übersteigt ganz überproportional die Anzahl der Menschen, die im Laufe der Geschichte des Christentums gefoltert oder getötet wurden. Die Entstehung der Demokratie und die Proklamierung der Menschenrechte sind ohne den verbindlichen christlich-jüdischen Wertekanon nicht denkbar.

„Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ 2. Mose 20,7

 

Business Broker

Das Böse benennen

February 26th, 2008


© herb - Fotolia.com                      “böse”?

Eine gute Freundin von mir liebäugelt mit der Partei „Die Linke“. Wir haben in beinahe allen Fragen zum Weltgeschehens und des Menschenbildes vollkommen entgegengesetzte Positionen. Aber sie ist eine der wenigen Personen, mit der man sich bei einer Tasse Tee vergnüglich so richtig kontrovers heiß diskutieren kann, ohne dass man um die Freundschaft fürchten muss.

Am Sonntag haben wir telefoniert.

Moralische Urteile dürfe man nicht fällen, sagte sie. Und „das Böse“ sei schon einmal ganz und gar ein unmöglicher Begriff.

Gut, sagte ich, dann stelle ich Dir jetzt eine Frage, die Du mit nur einem einzigen Wort beantworten darfst. OK?

Schieß los, sagte sie.

„Waren die Nazis böse? Ja oder nein?“

Meine Freundin sagte im Stakkato: Auf sowas könne sie sich nicht einlassen denn das müsse man alles viel differenzierter betrachten und man müsse unterscheiden und…
… mir schoss der Begriff „Autobahn“ durch den Kopf, ein bekanntlich stark verfänglicher Stolperstein und so lenkte ich ein und stellte in einem neuen Versuch die ultimativ einfachst zu beantwortende Frage der Welt:

„War Hitler böse?“

Also auf solche plakativen Fragespiele könne sie nicht so einfach antworten, das sei alles viel zu vereinfacht und…

„War Hitler böse? Ja oder Nein?“

Sie konnte und wollte die Frage nicht mit einem einfachen „Ja“ beantworten.

Ich fühlte mich natürlich extrem bestätigt in meiner Annahme, dass „links denken“ nicht nur bedeutet, bestimmte gesellschaftliche Probleme auf eine bestimmte Art und Weise lösen zu wollen, sondern dass dem auch ein komplett anderer „Mindset“, eine andere Grundhaltung, eine andere Art, über die Welt zu denken, zu Grunde liegt.
Mein Eindruck ist, dass es eine steigende Werterelativierung gibt und insbesondere eine Werte-Verwirrung, insbesondere im linken oder atheistischen oder agnostischen oder esoterisch-pseudoreligiösen Spektrum.

Der Fortlauf des Gesprächs war dann aber interessant und erhellend. Es stellte sich nämlich heraus, dass meine Freundin Hitlers Handlungen als „falsch“ bewerten würde (die Worte „gut“ und „böse“ wollte sie nicht verwenden), während sie sich agnostisch gab zur Person Hitlers, d.h. behauptete, dass sie  nicht wissen könne, was Hitler im Innersten dazu trieb, auf diese falsche Art und Weise zu handeln. Da Hitlers Handlungen extrem „falsch“ waren, wäre sie auch bereit gewesen, ihn zu erschießen, um größeres Unheil abzuwenden. Das heißt, meine Freundin unterschied zwischen den Handlungen eines Menschen und dem Menschen als Person.

Und am Rande dieses Punktes fanden wir eine kleine Gemeinsamkeit. Denn auch ich denke, dass man das allerletzte Urteil über einen Menschen Gott überlassen muss, weil wir als fehlbare Menschen immer in Gefahr sind, uns irren zu können.

Der Unterschied zwischen meiner Freundin und mir ist, dass ich meine, man kann (und darf und muss) mit großer Wahrscheinlichkeit von den Taten eines Menschen moralisch auf die Person schließen und – gottähnlich – eine Person als „gut“ oder „böse“ bezeichnen, wobei man die menschliche Fehlbarkeit in Kauf nehmen muss, während meine Freundin sich dieses Urteils prinzipiell verweigerte. Im Grunde genommen bedeutet dies, dass ich einen viel größeren Glauben an die Freiheit des menschlichen Willens habe und an die prinzipielle Möglichkeit des Menschen, erkennen zu können, was gut und böse ist, als meine Freundin.

Leider führt diese demütige (oder feige?) Haltung, sich eines Urteils über einen Menschen oder gar über ein Terror-Regime prinzipiell zu verweigern, zu einer Lähmung. Wenn man grundsätzlich nicht mehr benennen kann, wer/was gut oder böse ist, wird es schwer, Orientierung in der Welt zu finden und Wertvorstellungen weiterzugeben, ganz zu schweigen davon, dem Bösen aktiv Einhalt zu gebieten. (Siehe der pseudo-empörte, feige und nur vermeintlich gebildete, vielmehr stark verwirrte Aufschrei über Bushs Schlagwort „Die Achse des Bösen“.)

Deshalb hier an alle, die kein moralisches Urteil über andere Menschen/Regierungen fällen mögen:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Hitler (Stalin, Mao, Hussein, Yong-il, Ahmadinejad etc) in irgendeiner uns verborgenen Weise derart determiniert war, dass ihm keine Schuld zukommen kann und er daher nicht in der Hölle schmort sondern auf einem Wölkchen Harfe spielend frohlockt, liegt nur ca. bei 0,000000000000000000000000001 % würde ich sagen, weshalb wir getrost sagen dürfen: Hitler war böse. Und moralisch gesehen entsprechend hätten handeln müssen.

Business Broker

Politisch Inkorrektes über Kindererziehung

February 8th, 2008

Very, very politically incorrect.

Very, very, very true:

Medved talks about the family that works (MP3)
(mit rechter Maustaste draufklicken und downloaden/speichern, dann anhören, oder mit linker Maustaste anklicken, Download abwarten und gleich anhören)

… sage ich aus eigener, schmerzlicher Erfahrung und Anschauung.

Als ich mir das angehört  habe, stiegen mir die Tränen in die Augen. Beinahe jeden Satz sprach mir Michael Medved aus dem Herzen. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich weiß nicht, ob es in der deutschen Medienlandschaft solcherlei Aussagen gibt. Ich glaube nicht. Unbedingt hörenswert.

Business Broker

Salomonisch

February 7th, 2008

Romney gibt auf. SCHADE! Ich habe mitgefiebert.

Nach der ersten Enttäuschung (aufgeben? AUFGEBEN???) habe ich entdeckt, dass seine Gründe sehr nobel sind.

Er ist eben doch der richtige Kandidat.

Na ja, vielleicht klappts beim nächsten Mal.

 

Business Broker